Otti, das Osterhuhn wünscht Frohe Ostern

Otti starrte auf das Ei unter ihrem Körper. Blau! Sie traute ihren Augen nicht. Ein rotes, grünes und gelbes Ei hatte sie an diesem Morgen schon vor dem ersten Schrei Hannos gelegt. Was sollten die anderen Hühner bloß sagen? Sie würden sie fortjagen oder Federn ausreißen, heftig mit dem Schnabel picken. Vielleicht war sie aber auch todkrank, infiziert von einem Virus? Tränchen liefen über ihren Schnabel herab. Es war ihr erster Frühling auf dem Hof. Die Zeit mit Hanno war aufregend und leidenschaftlich gewesen. Und nun würde sie dafür bezahlen, mit farbigen Eier, nicht normalen weißen oder braunen wie die der anderen Hühner. Sie würde nie mehr von diesem Nest heruntergehen, nie sollten die anderen sehen, dass sie anders war.
Doch der Hunger nagte schon bald in ihrem Magen. Das Gras draußen duftete bis in ihren Stall hinein. Schließlich hüpfte sie doch ins Freie und zupfte genüsslich an einigen Grashalmen und scharrte nach Körnern. Immer in einigem Abstand zu den anderen Hennen. Die Sonne wärmte ihre Federn.
Plötzlich hörte sie Rufe aus dem Hühnerstall.
„Schaut mal her, ihr Hennen, was Otti für Eier gelegt hat.“
Oh nein, sie war aufgeflogen, entlarvt, ihr Versagen, ihre Krankheit offensichtlich. Wie fruchtbar! Sie wollte gerade versuchen, über den Zaun zu fliegen und das Weite zu suchen, als Hanno sich ihr in den Weg stellte, Position einnahm und anfing lauthals zu krähen: „Hoch soll sie leben, hoch soll sie leben, Otti, das Osterhuhn!“ Die anderen Hühner gackerten fröhlich mit.
„Otti, du hast das Osterfest gerettet. Hennen, sagt den Hasen Bescheid, es gibt wieder bunte Ostereier.“
Otti, das Osterhuhn fühlte sich wunderbar. Irgendwie war es gar nicht so schlimm etwas anders zu sein als andere.

Fortsetzungsgeschichten

Licht-Geschichten

Der Autorenkreis arbeitet an Geschichten mit und über Licht. Der Anfang wurde vorgegeben und jetzt wird die Geschichte von einer Autorin zur anderen weitergegeben. Die Kreativität jeder einzlenen trägt zum Gelingen bei.

Gedichte zu Weihnachten

Schreibworkshop: Gedichte schreiben in der Kulturhütte auf dem Alfelder Weihnachtsmarkt am Freitag, den 20.12.2019 um 16.00 Uhr bei Sabine Hartmann.

Wunderbares Drachenfest in Alfeld

Diana Naumann liest aus Carillon
Ulrike Boblitz liest aus Carlito
Beate Rautenstrauch auf dem Drachenthron

Schreibbar am 20.12.19 Alfeld Weihnachtsmarkt

Wir sind noch bis zum 23.12. auf dem Weihnachtsmarkt in Alfeld zu finden. Eine kreative Schreibbar findet am 20.12. 16.00 mit Anleitung zum Schreiben statt. Bitte anmelden. Dort ist auch eine gemütliche Bude mit Büchern des Autorenkreises Wort für Wort und Kunsthandwerk zu finden. kommt vorbei!

Drachenhort in Alfeld am 15.12. Weihnachtsmarkt Bühne

Wendelstein liest. Der Drachenhüter wird gesichtet. Ein verwunschenes Zelt mit verzauberten Drachen. All das kann am Sonntag erfahren werden.

Weihnachtsmarkt Alfeld

Drachen in freier Wildbahn

Sie lesen richtig! Genau das gibt es am Pfingstwochenende in Elze. Der Autorenkreis „Wort für Wort“ bereichert das Elzer Stadtspektakel mit einem gut einstündigen Drachenspaziergang.

Entlang der Saale können die verschiedenen Drachenarten in ihren natürlichen Lebensräumen beobachtet werden.

Samstag, den 8.6.19 und Sonntag, den 9.6.19, jeweils um 15.00 Uhr können mutige Spaziergänger unter anderem feurigen Vulkandrachen, wilden Baumdrachen, einem gefährlichen Basilisken und dem Hüter des Drachenhorts begegnen. Erfahrene Guides begleiten die Besucher zu den Habitaten und sorgen für ihre Sicherheit.

Die Drachen leben sonst meist im Verborgenen und zeigen sich nur unter bestimmten Bedingungen. Mit ein wenig Glück begegnen die Spaziergänger auch der Hummelelfe Evalia, die eine schwierige Aufgabe zu erledigen hat und dringend Hilfe braucht.

Teilnehmen können alle nach vorheriger Anmeldung unter 05065 1781 bzw. 0177 334 64 25 oder am Drachenhort auf dem Rittergut in Elze. Erwachsene zahlen 3 €, Kinder bis 12 Jahre 2 €.

Der Weg ist auch mit dem Rollstuhl oder Kinderwagen zu bewältigen. Die Geschichten sprechen alle Altersgruppen an.

Bestiarium

Ergebnis unseres neuesten Projekts

Wer genau hinschaut, entdeckt sie überall – Drachen. Sie leben mitten unter uns. Trotzdem nehmen wir sie nur selten wahr. Welch ein Glück, dass es aufopferungsvolle Naturforscher wie Lodovicus Wendelstein gab, die ihr Leben der Erforschung der Drachen gewidmet haben. Ihm ist es zu verdanken, dass sie in diesem Buch – das auf seinen Forschungsberichten beruht – in Text und Bild dargestellt werden können.

Alte Arten wie die Katzendrachen, Monddrachen, Naturdrachen oder Vulkandrachen werden ergänzt durch jene Spezies, die sich an modernes Leben angepasst haben, wie der Pannenhelferdrache, der Medizindrache oder der Fufetdrache.

Man muss nur genau hinschauen – sie sind überall.

Farewell

Der Autorenkreis „Wort für Wort“ nimmt Abschied von Gudrun Menke. Gudrun hat unsere Treffen, unsere Textarbeit und die Aktivitäten viele Jahre lang bereichert. Ihr kritisch-distanzierter und gleichzeitig liebevoll-bestärkender Blick auf Leben und Schreiben inspirierte uns, ihre Beharrlichkeit hat uns beeindruckend. Wir werden sie stets in guter Erinnerung behalten.